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Die Nachhaltigkeit:


Die Forstflächen unterliegen einer geregelten Bewirtschaftung, d.h., aus dem Wald wird ein Forstgut, das zur Erzielung von Gewinnen herangezogen wird. Die Forstflächen befinden sich in Deutschland ca. zur Hälfte in öffentlicher Hand [34% Staatswald, 20 % Körperschaftswald]. Die restlichen 46 % der forstlichen Waldflächen bezeichnen den Privatwald, der sich meist im kleinflächigen, landwirtschaftlichen Besitz befindet. Vielfältige Gesetze wachen über das wertvolle Naturgut Wald, damit es nicht ausschließlich betriebswirtschaftlichen Interessen zum Opfer fällt. U.a. wurde schon recht frühzeitig erkannt, dem Ziel einer nachhaltigen Bewirtschaftung gerecht werden zu müssen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit besagt stark vereinfacht, dass dort, wo Bäume geerntet werden, neue Bäume nachwachsen sollen. Gleichzeitig bedeutet Nachhaltigkeit auch, dass auf einer Forstfläche nicht mehr Holz entnommen werden soll, als durch das Heranwachsen der Bäume an Holzmasse im gleichen Zeitraum hinzuwächst. Zusätzlich hat eine nachhaltige Bewirtschaftung die Bedeutung, die natürlichen Schutzfunktionen des Waldes auf Dauer zu gewährleisten. Es werden Jungbestände begründet, an anderer Stelle werden ausgewählte Bäume entnommen. Da es die Forstleute mit unterschiedlich alten Baumbeständen zu tun haben, können sie das Gedeihen und das Wachstum junger Bäume durch verschiedene Altersklassen hindurch verfolgen. Innerhalb eines Jahres muß deshalb, begründet, gepflegt, geschützt und gefällt werden. All das dient dem Ziel, den Wald als gesunden Lebensraum zu erhalten.

Mengenberechnung im Holzgeschäft:


Die Menge wird entweder nach dem Volumen in cbm oder dem Gewicht in Tonnen angegeben. Der Kubikmeter festen Holzes wird insbesondere beim Langholz traditionell Festmeter [Fm], der Kubikmeter geschichteten Holzes [Kurzholz], bei dem die Luftzwischenräume mitgemessen werden, traditionell Raummeter [Rm] oder Ster genannt.

Borkenkäfer:


Die Borkenkäfer erkennt man v.a. durch das Befallen bestimmter Baumarten und der Hinterlassung spezieller Fraßbilder. Die sehr kleinen, überwiegend braunen Käfer sind ohne Vergrößerungsglas kaum zu bestimmen. Diese Käfer schädigen v.a. Nadelhölzer durch Eindringen in das Holz oder durch Nisten unter der Rinde [artspezifisch]. Besonders in trockenen Jahren vermehren sie sich durch Bildung meherer Generationen bis zur gefährlichen Massenvermehrung. Nach Vorfinden genügenden Brutmaterials, wie z.B. nach Sturmwürfen oder Schneebruchschäden, kommt es zur raschen Vermehrung [Sekundärschaden]. Nach erreichen einer gewissen Dichte können Primärschäden an gesunden Bäumen auftreten, die u.U. bis zum Abtöten starkvitaler Bestände reichen.

Das Ökosystem Wald:


Bäume wandeln, wie alle grünen Pflanzen, Sonnenenergie, Kohlendioxid aus der Luft und Wasser mit mineralischen Nährstoffen aus dem Boden in Zucker und Stärke um [Photosynthese]. Diese werden in den Früchten und v.a. im Holz abgelagert. Schließlich stirbt der Baum, fällt zu Boden und wird zersetzt. Die ursprünglich gespeicherte Energie wird mit Hilfe von "holzzerstörenden Organismen" wieder frei, dem Waldboden zurück gegeben und gehen somit wieder in den Energiekreislauf ein.

Nadelhölzer:


" Fichte ["Rottanne"]: Ein großer Baum mit spitzer Krone und meist flacher, tellerförmiger, weit streichender Bewurzelung. Das Holz ist ohne Kernfärbung, sehr hell, leicht, weich und tragfest.

" Tanne [Weißtanne, Edeltanne]: Großer Baum mit schnurgeradem, walzenförmigem Stamm und anfangs kegelförmiger, im Alter storchennestartig abgeplatteter Krone und ziemlich tiefer, herzförmiger Bewurzelung. Holz ohne Kernfärbung, gelblichweiß oder etwas rötlich, leicht, weich.

" Douglasie ["Douglastanne, Douglasfichte"]: Großer, prächtiger Baum mit spitzkegelförmiger Krone und flachstreichenden Herzwurzeln. Holz mit rötlichem Kern und schmalem, hellem Splint, dem Lärchenholz ähnlich und hochwertig. " Lärche [Europäische Lärche]: Großer Baum mit stumpf-kegelförmiger Krone und tiefgehenden, stark verzweigten Herzwurzeln. Holz mit schmalem, gelblichem Splint und braunrotem Kern, harzreich, zäh und wertvoll.

" Kiefer [Gemeine Kiefer, Föhre, Forche, Forle]: Großer Baum mit geradem, vollholzigem Stamm und hochangesetzter, in der Jugend kegelförmiger, im Alter stark abgewölbter, zuletzt schirmförmiger Krone. Tiefgehende Pfahlwurzel mit zahlreichen, teils oberflächlichen, teils schief in den Boden dringenden Seitenwurzeln. Holz mit breitem, gelblich- oder rötlichweißem Splint und rotbraunem Kern, harzreich, leicht und weich. " Bergkiefer [Krummholzkiefer]: Kleiner bis mittelgroßer Baum oder Strauch von kegelförmigem Wuchs oder mit niederliegenden und knieförmig aufsteigenden Stämmen. Bewurzelung weit ausstreichend, flach, ohne Pfahlwurzel. Holz ähnlich dem der Gemeinen Kiefer, sehr hart und harzreich. Man unterscheidet gewöhnlich 3 Varietäten: Spirke (Hakenkiefer), Latsche (Zwergkiefer), Mugokiefer.

" Eibe: Kleiner bis mittelgroßer Baum mit aufrechtem, im Alter spannrückigem und sehr abholzigem, oft gegabeltem Stamm und dichter, kegelförmiger Krone; oft auch strauchartig. Bewurzelung tiefgehend. (Enthält in Holz, Rinde, Nadeln und Samen Taxin, das besonders auf Säugetiere (Pferde!) schädlich wirken soll.)


Laubhölzer:


" Buche [Rotbuche]: Mittelgroßer bis großer Baum mit im Bestandsschluss geradem, vollholzigem Stamm und hochangesetzter, im Alter abgewölbter Krone; im Freistand tief beastet. Herzwurzelsystem. Holz rötlichweiß mit breiten Marktstrahlen, bisweilen mit rotbraunem, sog. falschem Kern, sehr hart.

" Hainbuche [Weißbuche]: Mittelgroßer Baum, oft durch Stockausschläge vielstämmig und strauchartig. Stamm meist spannrückig und abholzig, im Bestandsschluss gradschaftiger. Krone länglich abgerundet. Bewurzelung je nach Standort tief oder flach. Holz hellgelbweiß, zäh; unser härtestes und schwerstes Holz nach dem des Speierling.

" Eiche [Stieleiche]: Großer, sehr stattlicher Baum mit geradem, im Bestandsschluss walzigem Stamm und starkästiger, unregelmäßiger Krone; im Freistand breitkronig, kurz- und dickschäftig. Erst starke Pfahlwurzel, später kräftige Herzwurzeln, mit im Alter oft sehr starkem Wurzelanlauf. Holz ringborig, mit schmalem, gelblichweißem Splint und meist gelblich- bis schwärzlichbraunem Kern. Unter Wasser nahezu unzerstörbar. In jeder Hinsicht unser bestes Nutzholz. (Traubeneiche: Baum des Hügellands und der Mittelgebirge 'Spessart').

" Ahorn [Bergahorn]: Schöner, mittelgroßer bis großer Baum, im Alter hochschäftig mit breiter, abgewölbter Krone. Bewurzelung stark und ziemlich tiefgehend. Holz weiß, kernlos, atlasglänzend, hart und wertvoll.

" Spitzahorn: Mittelgroßer auch großer Baum mit schlankem, geradem Stamm und ziemlich dicht belaubter Krone. Holz etwas weniger wertvoll als das des Bergahorns.

" Esche [Gemeine Esche]: Großer Baum mit walzenförmigem Stamm und eikegelförmiger, im Alter sich abwölbender Krone; neigt sehr zum Zwieselwuchs. Tiefgehende Pfahl- mit weitstreichenden Seitenwurzeln. Holz ringporig, mit breitem gelblichem Splint und hellbraunem Kern, schwer, zäh und elastisch, wertvoll.

" Linde [Winterlinde]: Mittelgroßer bis großer Baum, im Freistand kurz- und dickschäftig mit tief angesetzter, umfangreicher Krone, im Schluss mit langem, schlankem, walzigem Stamm und hochangesetzter, kleiner Krone. Anfangs Pfahlwurzel' im Alter mächtiger Wurzelstock mit kräftigen, tief- und flachstreichenden Herz- und Seitenwurzeln. Holz rötlich- oder gelblichweiß, kernlos, gleichmäßig' bestes Schnitzholz. (Sommerlinde: Holz weniger hochwertig als das der Winterlinde).

" Birke [Gemeine Birke, Sandbirke]: Mittelgroßer bis großer Baum mit schlankem, oft krummem Stamm. Krone in der Jugend spitz-kegelförmig, im Alter abgewölbt mit herabhängenden Zweigen. Erst Pfahlwurzel, dann knolliger Wurzelstock mit Seitenwurzeln. Holz gelblich- bis rötlichweiß mit feinen Markstrahlen, hart, zäh und elastisch.

" Robinie [Falsche Akazie]: Mittelgroßer Baum mit schlankem, oft krummem Stamm und lockerer, unregelmäßiger Krone; neigt zum Zwieselwuchs. Erst Pfahlwurzel, später, flach- und weitstreichende, mit Wurzelknöllchen oft reich besetzte Seitenwurzeln. Holz mit gelblichweißem, schmalem Splint und gelbbraunem Kern, ringborig, glänzend, sehr hart.

" Weide [Silberweide]: Stattlicher, mittelgroßer Baum mit schlankem, geradem, walzigem Stamm. Rinde weißgrau; im Alter längsrissige, gelbgraue Borke. Holz mit schmutzigbraunem Kern mit Markflecken, leicht, sehr weich. Infolge ihrer Ausschlagfähigkeit als Kopfweide viel benutzt. Beliebter Parkbaum.

" Erle [Schwarzerle]: Mittelgroßer bis großer Baum mit vollholzigem Stamm und eilänglicher bis pyramidenförmiger Krone. Im Alter schwarzbraune Tafelborke. Sehr anpassungsfähiges Herzwurzelsystem, aber auch mit 1-2 m tiefgehender Pfahlwurzel. Holz tief gelbrot mit dunklen Zonen, weich' Dauerhaftigkeit unter Wasser fast unbegrenzt.

" Kastanie [Gemeine Rosskastanie]: Schöner mittelgroßer Baum, mit kurzem, vollholzigem, stets nach rechts drehwüchsigem Stamm und breiter, runder, reichbelaubter Krone. Wurzeln flach- und weitstreichend. Holz gelblichweiß, kernlos. (Verbreiteter Zier- und Alleebaum; Früchte Äsung für Rot- und Damwild.)

Baum des Jahres

2006 - Die Schwarz-Pappel
2005 - Die Rosskastanie
2004 - Die Weiß-Tanne
2003 - Die Schwarzerle
2002 - Der Gemeine Wacholder
2001 - Die Gemeine Esche
2000 - Die Sand-Birke
1999 - Die Silberweide
1998 - Die Wildbirne
1997 - Die Gemeine Eberesche

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